Archiv für den Monat: September 2011

Tipps

Hundewolle,

lästiges Übel oder angenehme Begleiterscheinung?
Alle Besitzer von langhaarigen Hunden kenne das,
Hundehaare überall.
Beim Haarwechsel nur mit einem guten Staubsauger
zu bewältigen.
Wussten Sie, dass man diese Haarberge auch sehr
sinnvoll nutzen kann? Wissen Sie, dass man daraus
herrlich warme und weiche Pullover machen kann?
Schon die Eskimos wussten die Qualität von
Hundewolle zu schätzen und haben sie zu ihren
Zwecken verarbeitet.
Es gibt einige Regeln, die man dringend beachten sollte.

Verspinnen lässt sich ausschließlich ausgekämmte
Wolle, keine geschorene oder geschnittene Wolle.
Außerdem muss man unterscheiden zwischen den
verschiedenen Rassen. Die meisten kann man pur
verarbeiten, bei einigen Rassen muss man jedoch eine
andere Faser beimischen.
So verwende ich bei Rassen wie Husky, Malamute
oder Schäferhund zum Beispiel zusätzlich Kamelhaar
oder Alpaka. Die Unterwolle dieser Rassen ist so kurz,
dass eine Beimischung für die Stabilität unbedingt sein
muss.

Die Qualität des Endproduktes hängt naturgemäß vom Zustand des gelieferten Materials
ab. Deshalb gibt es einige Punkte, die bei der Aufbewahrung unbedingt beachtet
werden sollten :

Versehen Sie das Behältnis der Haare mit einem Stück Seife, das hält Motten fern.
Entfernen Sie Kletten und kleine Äste sofort aus den Haaren.
Anstatt der Seife können Sie auch kleine Säckchen mit Lavendel mit hinein geben.

Bei mir werden die Haare dann zunächst kardiert (gekämmt), dann gesponnen und
zweifädig gezwirnt. Dies ist für die Haltbarkeit zwingend notwendig.
Achten Sie bitte bei der Einholung von Ange-
boten unbedingt darauf, daß das Garn ge-
zwirnt ist, da Ihre Wolle sonst wertlos ist!!
Zum Schluss wird die Wolle dann gehaspelt
und im Strang gewaschen. Die Kunden erhalten
sie als strickfertig gewaschene Wolle zurück
Aus Hundewolle lassen sich herrlich warme
Jacken, Westen und Pullover machen.

Auch andere Dinge wie Mützen, Schals und Decken haben wir schon angefertigt.

Im Laufe von nun 25 Jahren habe ich schon viele Haare der verschiedensten Rassen
versponnen. Von fast allen Hirtenhundrassen lassen sich die Haare verarbeiten, ebenso
wie von Eurasiern, Chow-Chow oder all den Schlittenhundrassen.